Bascom-AVR

Kleiner Bascom AVR Kurs -
Die Stromversorgung

Hallo!

Die AVR-µC fühlen sich am wohlsten, wenn sie mit stabilisierten 5 Volt versorgt werden. Da die µC selber nicht viel Strom brauchen, genügt es, wenn man die Spannung mit einem 7805 stabilisiert.

Ich halte mich dabei meist an diese Seite http://www.strippenstrolch.de/1-2-11-der-spannungsregler-78xx.html vom Strippenstrolch. Allerdings nehme ich nicht das oberste Schaltbild, sondern das weiterentwickelte, weiter unten auf der Seite.

spannungsregler_5v_mit_7805_v02.gif

Falls du deine Schaltung auch im Auto einsetzen möchtest, möchte ich dich auch noch auf einen Eintrag in der Elektronik FAQ hinweisen. http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.23

Jetzt da die Versorgung geklärt ist, können wir ein bischen näher an den Mikrocontroller ran rücken. Die AVR-µC haben meist mehrere VCC-Anschlüsse (Versorgungsspannung). Wenn das der Fall ist, dann müssen alle diese VCC-Anschlüsse mit Strom versorgt werden. Und wenn es mehrere GND-Anschlüsse gibt, dann müssen alle GND-Anschlüsse angeschlossen werden. Es kann sein, dass ein µC auch dann funktioniert, wenn nicht alle diese Pins angeschlossen werden. Aber unter Last könnte es sein, dass dadurch der µC nicht mehr korrekt funktioniert oder sogar zerstört wird.

minimaler_anschlussplan_atmega8_v02.gif

Der ATmega8 hat jeweils zwei dieser Anschlüsse. VCC und GND auf der linken Seite sind für den Digital-Teil. Und AVCC und GND auf der rechten Seite sind für den Analog-Teil. Der 100 nF Keramikkondensator soll kleine Störungen ausgleichen. Und wenn der Analog-Teil des µC ebenfalls verwendet wird, dann sollte man auch den AVCC-Eingang mit einem 100 nF Keramikkondensator gegen GND schließen. Wenn der Analog-Teil nicht verwendet wird, dann ist das nicht unbedingt notwendig.

Falls mit dem µC analoge Messungen durchgeführt werden, dann sollte der Analog-Teil besonders gut gegen Störungen geschützt werden (z.B. mit einem Low-Pass-Filter).

atmega8_anschlussplan_v02.gif

Manche fangen Spannungsschwankungen am Reset-Eingang mit einem Kondensator ab und begnügen sich mit dem in den µC eingebauten PullUp-Widerstand (ca. 50 kOhm). Und andere (wie ich), verlassen sich lieber auf einen externen 10 kOhm PullUp-Widerstand. In Tirol sagt man zu so etwas "Kupft wia Gsprunga!" :-)

Wenn man nicht vor hat, den Mikrocontroller in der Schaltung zu programmieren, dann kann man auf den Reset-Widerstand auch komplett verzichten und den Reset-Eingang direkt nach VCC anschließen.

Siehe auch: AVR_Checkliste


mfg Gerold :-)



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